Nauheimer Campingplatz am Hegbachsee
Der Nauheimer Campingplatz am Hegbachsee                       Fotos: Campingplatz Nauheim, Uwe Hochwimmer                                  
                                                                               
Geschichte des Nauheimer Campingplatzes

Im Jahre 1963 bereits wurde mit dem Ausbau des Erholungsgebietes auf Nauheimer Seite des Hegbachsees begonnen. Die endgültige Fertigstellung des Erholungsgebietes, mit all seinen erforderlichen und notwendigen sanitären Einrichtungen, nahm noch einige Jahre in Anspruch. Bis Ende des Jahres 1968 wurden so insgesamt 550.000 DM in das Erholungsgebiet investiert, nicht mitgerechnet ist dabei der Grunderwerb, da ein großer Teil davon schon vorher zum Zwecke der Kiesausbeute für den Bau der Autobahn 67 gekauft werden musste.

 
Die offizielle Eröffnung des Erholungsgebietes erfolgte im Mai 1968. Im ersten Bauabschnitt (1964 – 1967) wurde das Erholungsgebiet „Roseneck am Hegbachsee“, vor allem der Campingplatz mit 100 Stellplätzen, fertig gestellt. Im zweiten Bauabschnitt (1968/69) wurde der Campingplatz auf 250 Stellplätze erweitert. Dazu kam ein Sanitärgebäude, Elektrifizierung, Wegebau, Einzäunung und durch Aufschüttung und Einsaat eine Spiel- und Liegewiese. Auch eine Minigolfanlage wurde betrieben. Das ausgewiesene Wochenendhausgebiet sollte aufgeschüttet werden und eine Zufahrt erhalten. Die Kosten erreichten eine Höhe von rund 185.000 DM.

In jenen Tagen erhielt für kurze Zeit der Nauheimer Campingplatz das erste Pächterpaar, Herrn Griese und Frau Kreis, für Platz und Gaststätte, bis dann ab dem 1. Januar 1972 neue Pächter berufen wurden. Es handelte sich um den 39jährigen Nauheimer Robert Schmitt und seine Ehefrau Gudrun, die von der Gemeinde als Campingplatzpächter eingestellt wurden und bis 1990 das Areal mit dem Kiosk unter ihrer Obhut hatten. Mittlerweile erhielt der Campingplatz im Eingangsbereich eine automatische Schranke. (Kosten 4.000 DM) sowie einen Kiosk, dessen Angebot einem kleinen Supermarkt glich. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf dem Campingplatz 293 Dauerplätze, die alle belegt waren. Hinzu kamen noch 15 – 20 Durchgangsplätze, die jedoch in der Hauptsaison nicht ausreichten. Nach den Dauerplätzen entstand eine große Nachfrage, der jedoch nicht immer entsprochen werden konnte. Ein Dauerplatz kostete damals 380 DM/Jahr. Enthalten in diesem Preis waren 10 DM für Zählermiete und  20 DM an Stromvorauskosten. Heute kostet eine Parzelle von 80 m² 600 €/Jahr, zuzüglich Wasser- und Stromkosten.

Am  10.4.2014 beschloss die Nauheimer Gemeindevertretung ein „Interessenbekundungsverfahren für die Suche eines Nachfolgepächters für den Campingplatz ab 2015“. Der seitherige Pächter, Josef Bremer, wollte aus Altersgründen seinen Pachtvertrag beenden. Das vom Gemeindevorstand ausgesuchte Bewerberehepaar zog seine Zusage kurzfristig zurück, sodass die Gemeinde für 2015 selbst die Verwaltung des Platzes übernahm. Eine neue Ausschreibung erfolgte im Frühjahr 2015 und der ausgewählte Pächter Kurt Stelzer aus Bayern führte den Platz bis 2016. Da er die Bürgschaft von 85.000 € nicht leisten wollte, wurde das Arbeitsverhältnis mit der Gemeinde beendet. Der jetzige Verwalter, vielleicht künftige Pächter, ist seit Frühjahr 2017 Uwe Hochwimmer aus Frankfurt.

Nauheimer CDU trifft sich mit Bürgern auf dem Campingplatz

Die Nauheimer CDU bot nun Parteifreunden und Bürgern am 4. Juni 2018 an, den neuen Verwalter kennen zu lernen und seine Zukunftsvorstellungen zum Platz zu erfahren. Dem Angebot folgten rund 30 Interessierte, darunter Ehrenbürger Alwin Geyer, Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz und Erster Beigeordneter Hobert Deckert. Nach der Begrüßung durch den stv. Vorsitzenden Joachim Kotthoff übernahm Bürgermeister Jan Fischer das Wort. Er referierte ausführlich über die bisherige Entwicklung des Campingplatzes und hob den nun äußerst guten Zustand hervor. Es wurden seitens der Gemeinde Investitionen über 160.000 € getätigt - so auch z.B. in die Elektroinstallation. Herr Hochwimmer ist nun genau ein Jahr als Verwalter tätig. Derzeit sind 180 der 279 Stellplätze vermietet, was eine Steigerung von 70 Pächtern seit seinem Arbeitsbeginn ausmacht. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und bat z.B. darum, das Badeverbot im Hegbachsee - wenn schon, dann in anderer Form zu artikulieren. Vier Tretboote wären auch schon ein kleiner Anreiz, dass mehr Camper sich niederlassen würden.

Das Treffen wurde als Bürgermeistersprechstunde angekündigt und so ergaben sich seitens der Anwesenden Fragen zu Fluglärm, Radwegekonzept und Schwarzbachausbaggerung u.a.



In aufgelockerter Form lauschten die Anwesenden den Worten des Bürgermeisters





Der Campingplatzverwalter Uwe Hochwimmer (re.) ist voll des Lobes über die gemeindliche Zusammenarbeit
 

Trinkwasseranalyse    Nauheimer Campingplatz    Entstehung Hegbachsee