Klärbecken Kläranlage Nauheim
Alle Klärbecken der Kläranlage Nauheim
(Stand: 2010)

Die Nauheimer CDU lud zu einem Besuch auf die Nauheimer Kläranlage ein und es fanden sich tatsächlich 30 Interessierte ein. Darunter auch Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz.

Zuerst etwas zur Geschichte der Kläranlage: Die Gemeinde Nauheim war in den 60er-Jahren eine aufstrebende und stark anwachsende   Arbeitnehmerwohnsitzgemeinde. Aus diesem Grunde war auch die Regelung der Abwasserverhältnisse dringend erforderlich. Ein entsprechender Entwurf zur Entwässerung des Ortsgebietes mit Berücksichtigung der Ortsgebietserweiterungen wurde deshalb im Oktober 1965 aufgestellt. Danach waren zwar einige Ortsteile kanalisiert, wobei die Abwässer teils ungeklärt oder nur durch Hausklärgruben grob mechanisch gereinigt in den als Vorfluter dienenden Schwarzbach eingeleitet wurden. Hieraus folgerte selbstverständlich, dass auch eine, den Verhältnissen entsprechende Kläranlage gebaut werden musste, zumal der Schwarzbach ohnehin bereits stark belastet war. Mit der Aufstellung eines Entwurfes wurde das Ing.-Büro Karl Michel, Raunheim, von der Gemeinde beauftragt. Zur Wahl des Klärsystems fanden eingehende Besprechungen mit der zuständigen Fachbehörde und den Lieferfirmen, sowie Besichtigungen verschiedener im Betrieb befindlicher Kläranlagen gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinde statt. Grundlage der Bemessung der Kläranlage war die Einwohnerzahl im Endausbau. Zur damaligen Zeit waren in Nauheim rd. 5.500 Einwohner gemeldet. Nennenswerte Industrie mit entsprechendem Abwasseranfall war nicht ansässig. mehr

Die Besucher wurden vom stellv. CDU-Vorsitzenden Joachim Kotthoff und Bürgermeister Jan Fischer begrüßt und die Herren Christian Amann, Bauingenieur Herwig Stieland und Andreas Held, Leiter der Kläranlage, übernahmen die Führung und gaben Erläuterungen zu den Betriebsanlagen. In die Sanierung und Erweiterung der Anlage werden insgesamt rund fünf Millionen Euro investiert. Die Klärbecken werden saniert und zur Phosphateliminierung um den Faktor 10 sind diese Mittel notwendig; Baustellenbereiche konnten die Besucher mit eigenen Augen sehen
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Joachim Kotthoff, stv. CDU-Vorsitzender (re.), begrüßt für den CDU-Gemeindeverband die Besucher



In der Schaltwarte informiert Christian Amann über den Ablauf der Abwasserklärung


Einer der ersten Arbeitsgänge ist das Herausholen der Feststoffe aus dem Schmutzwasser



(Bild Links) Drei "Schnecken" des Einlaufpumpwerkes mit "Biotop". Nur die linke Schnecke fördert derzeit aus dem Sumpf.
Im sanierten Belebungsbecken ist ordentlicher Wellengang (re.)



Im Nachklärbecken hat das Abwasser schon fast Badewasserqualität erreicht

 

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