Neujahrswanderung

Am 7. Januar 2018 trafen sich CDU und interessierte Bürger - 22 Teilnehmer -  zur traditionellen Neujahrswanderung durch Wald und Flur. Anschließend wurde zuWegzehrung und Glücksbringer Kaffee und Kuchen eingeladen. Auf der knapp 8 km langen Strecke durch den Nauheimer Unterwald und den Groß-Gerauer Niederwald gab Organisator und Führer der Tour, Hans Joachim Brugger, Erläuterungen zu einigen interessanten Themen.

Der Nauheimer Unterwald mit 199 ha wird vom Forstamt Groß-Gerau bewirtschaftet. Seit Dezember 2003 ist die Gemeinde Nauheim berechtigt, Holz aus zertifizierter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung nach dem deutschen PEFC-System anzubieten. PEFC = Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, also ein Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen. Die Waldwirtschaft für die beiden Nauheimer Wälder, Ober- und Unterwald, weist in den Waldwirtschaftsplänen seit über zehn Jahren respektable Überschüsse aus. Der Niederwald von Groß-Gerau ist ein Naturschutzgebiet im Kreis Groß-Gerau. Es umfasst einen etwa 70 ha großen Waldbestand östlich von Nauheim und nördlich von Groß-Gerau im Kreis Groß-Gerau in Hessen. Seehöhe von 87 m bis 88 m; eingerichtet 1995. Zweck der Unterschutzstellung ist es, die innerhalb der Untermainebene gelegenen feuchtigkeitsliebenden Laubwaldgesellschaften und eine den ökologischen Voraussetzungen angepasste Wilddichte herzustellen. Das Gebiet umfasst verschiedene feuchtigkeitsliebende Laubwaldgesellschaften, vor allem die Gesellschaften aus Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald, Schwarzerlen-Eschen-Auwald, Schwarzerlen-Sumpfwald und Eichen-Ulmen-Auwald, mit Wasserpflanzengesellschaften und Röhrichtbeständen. Die darin vorkommenden seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, vor allem Vogel- und Insektenarten, darunter eine hohe Anzahl gefährdeter Totholzkäfer, sind zu erhalten und zu schützen.

Auch Hessen-Forst und das Wettbewerbsrecht war ein Thema mit dem Ausblick, dass künftig eine andere Art der Forstbewirtschaftung notwendig werden könnte. Das Kartellamt hat Kritik an der mehr oder weniger starken  Monopolstellung dieser staatlichen Behörde geübt. 400 der 426 hessischen Kommunen werden derzeit von Hessen-Forst betreut.

Das Ziel der Wanderung, der Rodelberg südlich des Hegbachsees auf Groß-Gerauer Gemarkung gelegen, ist die "beherrschende Höhe" mit 102 m über NN (16 m über Grund und somit doppelt so hoch wie der Lärmschutzwall am Wohngebiet "Im Teich" an der A 67) in der näheren Umgebung. Die ehemalige Bauschuttdeponie wurde 1972 genehmigt und von den Riedwerken betrieben. Sie wurde in den frühen 80er Jahren rekultiviert. Der Bewuchs, Sträucher und kleinere Laubbäume, hat den Gipfelbereich bereits       überwuchert und verwehrt leider den Blick in die weite Landschaft. Im Winter bei Schnee ist der Rodelberg das Ziel vieler Schlittenfahrer aus den umliegenden Ortschaften. Für die Neujahrswanderer war auf dem "Gipfel" eine Kaffeetafel auf mehreren kleinen Tischen von Monika Großmann und Holger Bach sowie Hedi Kirst vorbereitet worden, um die Wanderer zu einem Imbiss einzuladen.


Die Wanderstrecke (8 km) durch den Nauheimer Unterwald, dem Niederwald von Groß-Gerau zum Rodelberg


Ein Teil der Wandergruppe am Abmarschpunkt "Wildschweinskulpturen"


Nach den langanhaltenden Regenfällen stand der Niederwald von Groß-Gerau teilweise unter Wasser


Mensch und Tier im "Kampf" gegen die Unbilden der Natur


Kaffeetafel auf dem Rodelberg


Auf dem "Gipfel" des Rodelberges war die Kaffeetafel aufgebaut


Kaffee und Kuchen schmecken





Gestärkt konnte der Abstieg wahrgenommen werden


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